Um 39,5 %

stiegen 2019 die Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund gegenüber 2018. Die Zahl der Gewalttaten gegen Rechtsextremisten oder vermeintliche Rechtsextremisten ist etwa Vier mal so hoch als umgekehrt. Linksextreme Gewalttaten gegen den Staat, seine Einrichtungen und Symbole stiegen um 85,1 %.

Mohren-Knüller

und „Mohren-Birne“ stand seit 50 Jahren auf der Karte der Essener Eisdiele. Mörchen war der Rufname der Gründerin Rita Mohr. Jetzt werden die Eiskreationen umbenannt. Das Essener „Anti-Rassismus-Telefon stufte die Namenswahl als „eindeutig rassistisch“ ein.

Eigentlich zum Lachen – wenn es nicht zum Heulen wäre.

Die Einwanderung

hat wesentlich zum Verfall der Löhne in den USA in den letzten Jahrzehnten beigetragen. Stellt der US-Wissenschaftler Peter Turchin fest.

In Deutschland ist es ähnlich.

Paul Reusch

– spendet am 28.04.1930, aus Anlass seines 25-jährigen Dienstjubiläums bei der GHH, 50.000 Mark. Die Zinsen sind für kinderreiche Familien bestimmt und für Witwen von Werksangehörigen der GHH.

– Lässt am 01.12.1931 durch die Werksfürsorge feststellen, wie viele Schulkinder keine Schuhe haben. Den ermittelten 3848 Schülern wird aus der Reusch-Schuh-Spende je ein Paar Schuhe zur Verfügung gestellt. 1300 Schüler, die ihre Schuhe besonders gut gepflegt haben, erhalten nach einer gewissen Zeit, durch die GHH Bücher aus der „Deutsche Jugendbücherei“ als Anerkennung.

– Teilt am 13.02.1932 dem früheren bayrischen Ministerpräsidenten von Kahr mit, „er halte sich seit einem halben Jahr der offiziellen Politik gegenüber völlig abseits“.

– Lehnt Spenden für den Hindenburg-Wahlausschuss, mehrere Male, u.a. am 22.02.1932, ab.

– Wendet sich am 07.07.1932 gegen die maßlose Hetze gegen die Juden.

– Schreibt am 22.07.1932 dem ehemaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht wegen des kürzlich erschienenen antikapitalistischen Wirtschaftsprogramms der NSDAP: „Ich nehme an, dass Sie den Unsinn, der darin steht, gelesen haben.“

– Fordert am 04.08.1932 – die NSDAP ist am 31.07.1932 stärkste Fraktion im Reichstag geworden – die gegenwärtige Regierung weiterhin zu unterstützen.

– Spricht sich am 09.08.1932, zum wiederholten Male gegen eine Regierungsbeteiligung der NSDAP aus.

– Kritisiert am 24.08.1932 das Verhalten der Nationalsozialisten nach dem Scheitern der Verhandlungen Hindenburg/Hitler.

– Zeigt sich am 21.09.1932 vom Zusammengehen der Nationalsozialisten mit den Kommunisten enttäuscht.

– Hält am 22.09.1932 einen weiteren Gedankenaustausch Industrie/ Nationalsozialisten nicht für sinnvoll.

– Lehnt am 13.10.1932 ein öffentliches Eintreten für die Deutschnationalen ab, „solange Hugenberg Vorsitzender bleibt“.

– Trifft am 20.10.1932 in München Edgar Jung, einen Mitarbeiter des Reichskanzlers Franz von Papen. Jung wird 1934 von den NS umgebracht.

– Nimmt am 21.10.1932 an einem Industriellentreffen (Thyssen, Vögler, Kirdorf) auf Schloss Landsberg (Kettwig) nicht teil.

– Lehnt es am 20.11.1932 ab, Präsident Paul von Hindenburg die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler vorzuschlagen.

– Weist am 03.02.1933 – 3 Tage nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler den zum GHH-Konzern gehörenden Fränkischen Kurier an, „sich gegenüber der neuen Regierung abwartend und nüchtern zu verhalten. Begeisterung ist vorläufig noch nicht am Platze“.

– Bedauert am 04.02.1933, dass „das Bürgertum, das sich nicht in einer großen Partei vereinigt, wohl keine Rolle spielen wird“. Er hält den Rücktritt Hugenbergs vom Vorsitz der DNVP, weiterhin als Voraussetzung für eine bürgerliche Sammlung.

– Ist am 09.02.1933 damit einverstanden, dass der Fränkische Kurier für die gegenwärtige Regierung eintritt, ohne mit ihr durch „Dick und Dünn“ zu gehen. Die Regierung muss erst beweisen, was sie kann. Wohlwollen, aber nicht zu viel Begeisterung.

– Nimmt am 20.02.1933 nicht an einem Treffen der Großindustrie mit Adolf Hitler teil.

– Lehnt am 04.03.1933 eine Wahlkampfspende für die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot ab.

– Erfährt am 05.04.1933 von der Beschlagnahme der GHH-Gesellschaftsanteile (100 %) am Zeitungsverlag Knorr & Hirth durch die politische Polizei.

– Warnt am 08.04.1933 den Leiter des Berliner Büros der GHH, Blank: „Er solle sich mit politischen Äußerungen, vor allem am Telefon künftig zurückhalten.“

– Traf am 25.04.1933 den Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, in Berlin. Die Verlagsanteile (100 %) am Zeitungsverlag Knorr & Hirth bleiben beschlagnahmt.

– Trifft am 26.04.1933 in Hamburg den jüdischen Bankier Warburg.

– Schreibt am 17.06.1933 dem ehemaligen Reichsbankpräsidenten Luther: „Meine Auffassung über die Lage im Land vermag ich dem Papier nicht anzuvertrauen …., so leidet die Wirtschaft doch sehr unter der bestehenden Rechtsunsicherheit, die das Vertrauen der Wirtschaft nicht aufkommen lässt.“

– Bedauert am 11.09.1933, in der Judenfrage ist eine Änderung des Kurses nicht zu erwarten.

– Und setzt am 04.10.1933 nach: „Die Judenfrage hat eher eine Verschärfung als eine Abschwächung erfahren, was leider mehr und mehr zu einer Steigerung unserer Unbeliebtheit im Ausland beiträgt.“

– Schreibt am 10.11.1933 dem deutschen Botschafter in den USA, dem ehemaligen Reichsbankpräsidenten Luther: „Wenn auch zweifellos viel Gutes geschaffen worden ist, so ist auf der anderen Seite auch viel wertvolles Altes und Hergebrachtes zerschlagen worden.“

– Schreibt am 30.04.1934, seinem Stellvertreter Kellermann: „Ich sehe aus allen möglichen Gründen mit Sorge in die Zukunft und fürchte, dass die Scheinkonjunktur – wenn man überhaupt von einer Konjunktur sprechen kann – die wir gegenwärtig durchleben, nicht von langer Dauer sein wird und sein kann.“

– Lehnt am 01.09.1935 eine Einladung zum Reichsparteitag der NSDAP ab.

– Trifft am 13.06.1938 General von Witzleben auf dem Katharinenhof. Von Witzleben wird im Zusammenhang mit dem 20.07.1944 hingerichtet.

– Schreibt am 30.04.1940 seinem Stellvertreter Kellermann: „Wir haben auf der ganzen Welt keine Freunde mehr.“

– Wird von Dr. Robert Ley, dem Führer der Deutschen Arbeitsfront am 22.08.1941 bei einer Konferenz im Reichswirtschaftsministerium gelobt. Aber, so Ley: „Die Partei erwarte, dass er die Führung des GHH-Konzerns in naher Zukunft aufgebe.“

– Scheidet am 01.11.1941 aus dem Vorstand der GHH aus.

– Trifft sich am 10.11.1943 mit dem Widerstandskämpfer Carl Wentzel auf dessen Gut Teutschenthal bei Halle/Saale.

– Ist am 28.05.2011 Gegenstand eines Antrags der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) an den Rat der Stadt Oberhausen. Die Paul-Reusch-Straße soll in Fasia-Jansen-Straße umbenannt werden. Reusch habe mit den NS zusammengearbeitet.

– Ist am 06.07.2020 Gegenstand eines Kommentars in der WAZ Oberhausen.

Der Lokalredakteur Ralph Wilms schreibt in einem Kommentar: „Die jüngsten Anti-Rassismus-Proteste nach dem Tod von George Floyd haben auch hier eine Debatte um koloniale Denkmäler und Straßennamen losgetreten. Gut so. Aber es ist beileibe nicht so, dass Oberhausen mit seinem ehrenwerten Sterkrader Von-Trotha fein raus wäre. Zum Beispiel: Die Stadt mit der stolzen Industrie-Geschichte ehrt nach wie vor Paul-Reusch als Großindustriellen. Der Antidemokrat war – wie etliche Bosse seiner Branche – aber auch ein Steigbügelhalter Hitlers.

Kommentar überflüssig. Bleibt nur die Frage nach dem Ausbildungsstand deutscher Journalisten 2020.

Interviews

mit AfD-Politikern will die BILD-Zeitung auch in den kommenden Wahlkämpfen nicht führen.

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