Geschichte und Geschichten

Wie die WAZ-Oberhausen am 14.05.2021 berichtet, will der Oberhausener Historiker Klaus Oberschewen (VVN, DIE LINKE, früher SPD) einen neuen Namen für den Kaisergarten in Oberhausen. Der sei nach Kaiser Wilhelm II benannt und deshalb „mit Blut besudelt“. Und der hätte den Park 1898 aus Anlass des 100. Geburtstages seines Großvaters in Kaisergarten benannt. Und sei kein Demokrat gewesen.

Vielmehr Rassist und Antisemit, der nach der Weltherrschaft strebte. Eine schöne Geschichte.

Wenn sie auch noch wahr wäre. Vorneweg: Was veranlasste den Antisemiten Wilhelm II eigentlich regelmäßig Kontakt zu führenden Persönlichkeiten des jüdischen Lebens in Deutschland, wie bspw. dem Reeder Albert Ballin oder dem Industriellen Walter Rathenau zu pflegen (Ballin nahm sich, als er die Nachricht von der Abdankung des Kaisers erhielt das Leben) ? Und was veranlasste ihn, zahlreiche jüdische Wissenschaftler zu Professoren zu ernennen ?

Eine Auseinandersetzung mit den anderen Vorwürfen erübrigt sich.

Auch sonst stimmt an der Geschichte nichts.

Den 100.Geburtstag hätte Wilhelm I am 22.03.1897 feiern können (nicht 1898), wenn er nicht 9 Jahre vorher gestorben wäre. Aus diesem Anlass wurde im Park am Schloss Oberhausen, den die Stadt im Vorjahr vom Grafen Westerholt-Gysenberg, erworben hatte, am 22.03.1897 ein Gedenkstein errichtet und die Parkanlage Kaisergarten genannt.

Zur Ehre Wilhelm I. Sein Enkel Wilhelm II musste hierzu lediglich seine Einwilligung geben. Was er auch tat. Und seit rund 120 Jahren erfreuen sich „Groß und Klein“ aus nah und fern im „Kaisergarten“.

Wenn ein Vertreter der politischen Idee die 100 Millionen gefordert hat, davon spricht der Name „Kaisergarten“ sei „mit Blut besudelt“, hat das schon etwas Komisches.

Aber das ist oft bei Geschichten die mit Geschichte nichts zu tun haben so.

70 %

der Deutschen lehnen eine Quote für Migranten im öffentlichen Dienst ab. 20 % befürworten sie.

Islamkunde

ist Wahlpflichtfach an bayerischen Schulen.

Um 67 %

ist die Zahl der deutschen Hartz IV Empfänger in den letzten 5 Jahren gesunken. Um 55 % stieg die Zahl der ausländischen Hartz IV Empfänger im gleichen Zeitraum.

Heiner Wille

ist am 15.05.2021 in Mönchengladbach einer langwierigen, heimtückischen, Krankheit, 75-jährig, erlegen.

Schon als Oberschüler in seiner ostwestfälischen Heimat in der DRP aktiv, war Wille auch seit der Gründung der NPD, 1964, in dieser aktiv. Nach dem Studium als Finanzdienstleister tätig, schloss sich Wille um die Jahrtausendwende der NPD in Oberhausen an.

Im Kreisvorstand diente er dem Kreisverband zunächst als Pressereferent und stieß zugleich zahlreiche Neuerungen an. Mehrfach nahm er als Referent der Oberhausener NPD an der politischen Willensbildung teil.

Auch während seiner langen Krankheit hielt er Kontakt zu Kameraden, auch wenn er selbst nicht mehr aktiv am Verbandsleben teilnehmen konnte. Bis zuletzt nahm Wille regen Anteil am politischen Geschehen und half auch stets mit Rat und Tat.

Sein Wirken wird in der Oberhausener NPD unvergessen bleiben.

OBEN